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SUMMARY:Migration und globale Gerechtigkeit
DESCRIPTION:Es gibt kaum ein politisches Stichwort\, das die deutsche Öffentlichkeit in den vergangenen Jahren so emotionalisiert hat\, wie das Thema „Migration“. Nicht nur rechte und rechtsextreme Kräfte fordern immer schärfere Maßnahmen zur Abschottung der Grenzen und eine Verschärfung der Gesetzgebung. Nicht selten wird in Talkshows und in Parlamentsreden der Eindruck erweckt\, Migration sei das gesellschaftliche Hauptproblem. In unserer Bildungsveranstaltung wollen wir aus einer anderen Perspektive über Migration sprechen. Wir wollen der Frage nachgehen\, in welchem Zusammenhang die durch westliche Industrieländer produzierte globale Ungerechtigkeit und Migration stehen. Wir wollen auch über die Migrationspolitik in der Bundesrepublik sprechen\, die durch Kapitalinteressen geleitet ist. Es wird auch um das Recht auf Bewegungsfreiheit und das Recht zu Bleiben sowie eine solidarische Migrationspolitik gehen. \n  \n\nReferenten \n\nDr. Boris Kanzleiter (Leiter des Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Brüssel mit Verbindungsbüros in Athen und Madrid)\nDr. Andreas Bohne (Redakteur der Zeitschrift Peripherie https://www.zeitschrift-peripherie.de/)\n\n  \n\nWeiterführende Literatur zum Thema: \nhttps://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Policy_Brief/Policy_Brief_03-2025_Web.pdf\nhttps://www.rosalux.de/news/id/52319/rekordkuerzungen-in-der-etwicklungszusammenarbeit\nhttps://www.rosalux.de/news/id/53721/von-der-obergrenze-zur-systematischen-abschottung \n  \n\nDiese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. \nSie findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V. statt
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SUMMARY:«Normal» - eine Besichtigung des Wahns
DESCRIPTION:Pandemie\, Klimawandel\, Kriege\, die Steuererklärung – Krisen über Krisen\, und kein Ende in Sicht. Die einen fliehen in den Verschwörungsglauben oder gleich in den Faschismus. Sie sind die Endzeit-Krieger*innen in Tierkostümen\, folgen QAnon bis ins Capitol\, bekämpfen Chemtrails und demonstrieren gegen Impfzwang. Es sind die Incels und Reichsbürger*innen\, die Kämpfer*innen gegen den „Großen Austausch“. \nDie anderen verteidigen die Vernunft gegen den Wahn. Sie halten Nationen und Eigentum für so natürlich\, wie dass der Starke den Schwachen besiegen muss. Sie wissen: Kollateralschäden sind nicht schön\, aber unvermeidbar – die Hungernden\, die Obdachlosen\, die Ertrunkenen im Mittelmeer. Ihre Vernunft ist eine instrumentelle\, eine im Dienst der Unvernunft. Es geht nur um das Wie\, nicht um das Wofür. Effektivität ersetzt jeden Gedanken an eine menschenfreundliche Einrichtung der Welt. \nNormal ist\, wer gesund ist und arbeiten kann. Lebenswert nur\, wer produktiv ist. Der Weg von Selbstoptimierung zu Eugenik ist kürzer als das Laufband im Fitnessstudio – rational und mörderisch zugleich. Das ist die Normalität\, die Demokrat*innen verteidigen\, auch gegen die Rechten\, die für ein neues\, noch unmenschlicheres „Normal“ eintreten. Und alle feiern den normalen\, hart arbeitenden Menschen\, der von Intellektuellen und Lifestyle-Linken verraten wurde – als wäre das kein zynisches Spiel zur Stabilisierung der Verhältnisse. \nDie szenische Lesung von und mit Thomas Ebermann\, Thorsten Mense und Flo Thamer ist ein Abend gegen Irrationalismus und instrumentelle Vernunft. Das Trio tritt gegen die trostlose Hoffnung an\, dass alles wieder „normal“ wird. Sie zeigen: Der Normalzustand\, das „Weiter so“\, ist selbst die Katastrophe. \n  \n\nMitwirkende \n\nThomas Ebermann\nThorsten Mense\nFlo Thamer\n\n  \n\nVeranstalter*innen \nEine Veranstaltung des Subbotnik e.V.\, des Wiederbelebung kulturellen Brachlandes e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen \n  \n\nDiese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
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SUMMARY:Martyna Linartas: Unverdiente Ungleichheit
DESCRIPTION:Deutschland gilt als eines der wohlhabendsten Länder der Welt. Und doch lebt hier fast jeder sechste Mensch in Armut oder ist von Armut bedroht. Während dieser Teil unserer Gesellschaft immer größer wird\, häuft eine kleine Gruppe von Menschen unaufhörlich Vermögen an. Zwei Familien besitzen heute mehr als die Hälfte der ärmeren Bevölkerung zusammen – mehr als 42 Millionen Menschen. \nIn kaum einem anderen westlichen Land ist Reichtum so ungleich verteilt wie hier. Die Schere geht immer weiter auf: durch steigende Mieten\, durch ein Steuersystem\, das eine Lehrerin prozentual stärker belastet als einen Milliardär\, und durch jahrzehntelange Steuersenkungen auf Vermögen\, Erbschaften und Kapitalerträge. Während Arbeit kaum noch Aufstieg ermöglicht\, wächst der Wohlstand der Reichen weiter – oft schlicht durch Erbe. Deutschland ist zu einer Erbengesellschaft geworden\, in der Herkunft mehr zählt als Leistung. \nDiese Ungerechtigkeit gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie. Denn Armut entsteht nicht durch fehlenden Fleiß\, sondern durch politische Entscheidungen\, die Vermögen konzentrieren und Chancen ungleich verteilen. \nDie Politikwissenschaftlerin Martyna Linartas hat sich intensiv mit den Ursachen und Folgen dieser Entwicklung beschäftigt. In ihrem Vortrag zeigt sie\, warum die ungleiche Vermögensverteilung kein Zufall\, sondern das Ergebnis politischer Weichenstellungen ist – und welche Maßnahmen notwendig sind\, um sie zu überwinden. Sie spricht über ein großes politisches Tabu unserer Zeit: Dass wir die Reichen kaum besteuern – und damit nicht nur soziale Gerechtigkeit\, sondern auch unseren Wohlstand\, unsere Umwelt und letztlich unsere Demokratie aufs Spiel setzen. \n  \n\nReferentin \nDr. Martyna Linartas (Politikwissenschaftlerin und Autorin) \n  \n\nDiese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
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