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Kontrovers vor Ort: Punk-Frauen und die DDR

1. September / 18:00 - 20:00

Kostenlos
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„Punk zu sein an sich war schon eine Provokation. Aber als Mädchen so herumzulaufen, bedeutete wohl einen doppelten Tabubruch, so etwas wie ein Sakrileg im real existierenden Sozialismusverständnis der DDR.“ erzählt Nancy, eine der Protagonistinnen im neuen Buch von Geralf Pochop "Tanz auf dem Vulkan. Widerständige Punk-Frauen in der DDR".
23 Frauen berichten in Interviews, Tagebüchern und eigenen Texten über ihre Erfahrungen mit Repression, Haft und Jugendwerkhöfen – und über die bis heute spürbaren Folgen. Nur drei von ihnen wurden rehabilitiert, viele warten noch immer auf Anerkennung des erlittenen Unrechts. Pochop hat seine damaligen Weggefährtinnen ermutigt, die weibliche Seite der Punkbewegung in der DDR sichtbar zu machen.
Wir fragen: Wie reagierte die DDR-Gesellschaft auf unangepasste Frauen? Gab es eine geschlechtsspezifische Verfolgung? Was waren „Tripperburgen“?
Geralf Pochop war selbst Punk. Er geriet als Hausbesetzer und Wehrdienstverweigerer in Konflikt mit der DDR-Staatsmacht. Nach mehreren Verhaftungen und sechs Monaten Haft reiste er 1989 in die BRD aus. Heute forscht und schreibt er über die DDR-Vergangenheit, zuletzt in seinem autobiografischen Buch „Untergrund war Strategie. Punk in der DDR: Zwischen Rebellion und Repression“ (2019).
Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur statt.

Details

Datum:
1. September
Zeit:
18:00 - 20:00
Eintritt:
Kostenlos
Veranstaltungskategorie:
Website:
https://www.vhs-mittelsachsen.de/kurs/62D10108

Veranstaltungsort

Stadtbibliothek Hartha
Markt 2 a
Hartha, 04746 Germany
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Weitere Angaben

Zielgruppe
Jugendliche, Erwachsene
Eigenschaften
kostenfrei