Volksantrag „5 Tage Bildungszeit für Sachsen“

In vierzehn von sechzehn Bundesländern besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Bildungsurlaub. Lediglich Bayern und Sachsen gewähren diesen nicht. Mit dem Volksantrag „5 Tage Bildungszeit für Sachsen“ will ein breit angelegtes Bündnis aus mehr als 60 Organisationen dies nun für Sachsen ändern.

Dem Bündnis gehören sowohl Gewerkschaften als auch kirchliche, freie und soziale Trägern sowie Parteien an. Mindestens 40.000 Unterschriften braucht es, damit der Gesetzentwurf beim Landtagspräsidenten eingereicht und im Sächsischen Landtag behandelt wird. Seit September 2023 werden diese Unterschriften gesammelt.

„Sachsen braucht dringend ein Gesetz, das den Anspruch auf Bildungsfreistellung ermöglicht“, so Karin Pritzel, Geschäftsführerin des Herbert-Wehner-Bildungswerks. „Es ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung demokratischen und ehrenamtlichen Engagements, das zeigen die jahrzehntelangen Erfahrungen in den anderen Bundesländern“ Die Teilnahme an Bildungs- und Gedenkstättenfahrten, wie sie das Wehnerwerk durchführt, gibt tiefe Einblicke in historische Entwicklungen und Orte sowie aktuelle politische Themen. Damit ermöglicht sie den so wichtigen Perspektivwechsel. Um an solchen Fahrten teilnehmen zu können, braucht es Zeit – 5 Tage, die einen Unterschied machen können.

Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in gemeinnützigen Organisationen oder als Mandatsträger:innen engagieren, brauchen Zeit, um sich Kompetenzen für ihr Engagement anzueignen. „All die Aktiven in unseren Seminaren sind Teil der Zivilgesellschaft, dafür Erholungsurlaub nehmen zu müssen, ist wenig attraktiv und wertschätzend“, bekräftigt Karin Pritzel.

Weitere Informationen zu den Forderungen und den Partnern des Bündnisses finden Sie auf der Homepage www.zeit-fuer-sachsen.de